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01 ARN Ansicht Hs 2+3
01 ARN Ansicht Hs 2+3 02 ARN Ansicht Hs 1jpg 03 ARN Rueckansicht 1 04 ARN Rueckansicht 2
05 ARN Hof Umgebung 06 ARN Dachterrasse 07 ARN Haus 4 08 ARN Wandscheibe
09 Arn Staffel Ausschnitt 1 10 Arn AP-Modell weiss heller

Projekt "Familien wohnen in der Stadt"
32 familiengerechte Eigentumswohnungen

Bauherr

Baugemeinschaft Arnoldstraße 18 - 20 GmbH & Co. KG

Wohnfläche

3.500 m²

Fertigstellung

2011

Bearbeitung

Steffen Berge / Patrizia Hermann / Christian Vietsch

Fotos

Oliver Heissner

Arnoldstraße

In zentraler Lage in Ottensen entstanden auf einem ehemaligen Gewerbe- und Bunkergrundstück insgesamt 32 familiengerechte Wohnungen.

Die Besonderheit dieses Baugemeinschaftsprojektes liegt darin, dass Vorplanung und Projektentwicklung durch das Büro Huke-Schubert Berge Architekten in Zusammenarbeit mit der Wohnungsgenossenschaft Altonaer Spar- und Bauverein eG (altoba) erfolgten. Gemeinsam wurde ein Grundstück für familiengerechten Wohnungsbau in urbaner Lage gesucht und die Vorplanung bis zum Bauantrag abgestimmt. Anschließend wurde die Baugemeinschaft gebildet, indem Familien aus dem Stadtteil gesucht wurden, die gerne gemeinschaftlich wohnen möchten. Mit dieser festen Gruppe der Eigentümer wurde dann die gemeinsame Planung fortgeführt.

Dabei wurde die Gruppe der Bauherren unterstützt durch die altoba, die als wirtschaftlicher Baubetreuer fungierte und das Architekturbüro, das die Projektsteuerung im Bereich der Planung und Bauausführung überahm.

Das Besondere an diesem Verfahren war, dass es sich nicht um einen Kauf vom Bauträger handelt, sondern die Baugemeinschaft selber Bauherr war. Durch die bereits erfolgte Vorplanung war die Gruppe aber nicht mit der langwierigen Projektentwicklungsphase belastet. Im weiteren Planungsverlauf wirkte die Baugemeinschaft aktiv an der Planung der individuellen Grundrisse, der Wohnungs- und Gebäudeausstattung sowie der Freiflächengestaltung mit. Im Laufe dieses gemeinsamen Planungsprozesses lernte sich die Gruppe kennen und die künftigen Hausgemeinschaften wurden dadurch schon im Vorwege gebildet. Für das spätere gutnachbarschaftliche Zusammenleben in dieser hochverdichteten städtebaulichen Situation waren damit gute Voraussetzungen geschaffen.

Architektonisches Konzept

Die Bebauung eines früheren Gewerbegrundstücks mit einem Ensemble aus 3 Baukörpern mit 4 - 6 Geschossen plus Staffelgeschoss ist ein Beispiel für innerstädtische Nachverdichtung zur Schaffung von Wohnraum.

Die städtebauliche Dominante des Hochbunkers wurde durch ein 6-geschossiges Wohnhaus mit Staffel ersetzt. Gemeinsam mit dem anschließenden, längs gestellten Gebäude bildet es zum nördlich gelegenen Spielplatz eine neue städtebauliche Raumkante. Diese beiden Gebäude sind durch Balkone verbunden, die einen neugeschaffenen öffentlichen Verbindungsweg durch den Block zwischen Spielplatz und Arnoldstraße überspannen.

Der Eingang in die Wohnanlage wird durch ein schmales Torgebäude an der Arnoldstraße markiert, in dem zwei Maisonette-Wohnungen untergebracht sind.

Die anspruchsvoll gestalteten Gebäudekonturen sind mit hellem Klinker verkleidet und werden durch Fassadenplatten betont.

Architektur, Bauwirtschaft + Industrie Hamburg 2015