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Kinderhaus Luftbild-mit-Grenze
Kinderhaus Luftbild-mit-Grenze Kinderhaus Zentrum Kinderhaus BB-Parkdeck hochformat

Auftraggeber: Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen

Unterauftragnehmer: Büro Archplan, Münster

Fertigstellung

2011

Bearbeitung

Ute Sudholz

Fotos

Huke-Schubert Berge Architekten, Archplan Münster

Perspektivgutachten Münster Kinderhaus-Brüningheide

Die Wohnsiedlung Brüningheide im Stadtteil Münster-Kinderhaus wurde am nordwestlichen Stadtrand in ca. 7 km Entfernung zum Zentrum der Stadt Münster errichtet. Der damalige Städtebau folgte dem Leitbild der „Urbanität durch Dichte“. Bereits wenige Jahre nach der Fertigstellung der Wohnsiedlung traten städtebauliche Defizite und Mängel an der Bausubstanz auf. Gravierende Folge dessen waren die soziale Segregation und eine Stigmatisierung des Quartiers. Seither hat sich die Behebung dieser Missstände im Wohnquartier Kinderhaus-Brüningheide zu einer dauerhaften sozialpolitischen Aufgabe für Politik und Verwaltung der Stadt Münster entwickelt. Mit einer umfassenden städtebaulich-gestalterischen Restrukturierung soll nun den Missständen und der Abwärtsentwicklung im Quartier begegnet werden. Dazu wurde die Erarbeitung eines Realisierungskonzeptes mit folgender Zielsetzung in Auftrag gegeben:

  • Schaffung eines nachfrageorientierten Wohnungsangebots
  • eine energetisch zukunftsfähige Quartiersentwicklung
  • Verbesserung der städtebaulich-funktionalen Gestaltung
  • Imagewandel
  • soziale Stabilisierung

Arbeitsinhalte:

  • Sozialstruktur- und Bevölkerungsanalyse
  • Wohnungsmarktwirtschaftliche Analyse
  • Analyse der Eigentümer und Vermietungsstruktur
  • Detaillierte Bestandsaufnahme und bausubstanzielle Begutachtung des Bestandes
  • Erarbeitung von Modernisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen inkl. Kostenschätzungen
  • Ausarbeitung verschiedener Entwicklungsvarianten und Abwägung für die Umsetzung
  • Vorstellung und Abstimmung der Entwicklungsvarianten bei Politik, Verwaltung und Landesministerium

Im Ergebnis wurde eine Entwicklungsvariante vorgeschlagen, die eine Kombination von gezielten Gebäudeabbrüchen, den Rückbau der oberirdischen Parkpaletten und nachfragegerechten Neubau auf den Freiflächen sowie die energetische Modernisierung der Bestandsgebäude vorsieht.